Musik-Wörterbuch

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A
a tempostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „zum Tempo“. Der zuvor erfolgte Tempowechsel wird also aufgehoben und es ist zum vorherigen Tempo zurück zu wechseln.
accelerando (accel.)stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „schneller werdend“. Das Tempo soll also allmählich beschleunigt werden.
ad libitumstammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „nach Belieben“. Das Tempo des Musikstücks bleibt also dem Musiker überlassen.
adagiostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „bequem“ oder „behaglich“. Es wird also ein langsames, ruhiges Tempo vorgegeben.
andantestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „gehend“ oder „schreitend“. Es wird also ein langsames, ruhiges Tempo vorgegeben, welches zwischen Adagio und Alegretto liegt.
Agogikstammt aus dem Altgeriechischen und bedeutet übersetzt „führen“ oder „leiten“. Das Tempo wird durch eigene Interpretation stellenweise leicht vom gegebenen Takt abgeändert.
Akkordbeschreibt das gleichzeitige Erklingen von mindestens zwei Tönen.
al fineStammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzte „bis zum Ende“.
alla brevestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „nach der brevis“ also nach dem Notenwert von üblicherweise zwei ganzen Noten. Das bedeutet ein gerader Takt liegt vor. Wenn du nähere Informationen zu
alla breve benötigst, solltest du hier vorbeischauen.
allargandostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „erweitern“ oder „ausdehnen“. Das Tempo wird als ausgedehnt und damit langsamer.
allegrostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „munter“ oder „fröhlich“. Es wird eine heitere Spielform mit recht schnellem Tempo vorgegeben.
allegro ma non troppostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „schnell, aber nicht zu sehr“. Damit bildet Allegro ma non troppo eine von vielen Tempoabstufungen von allegro.
allegro moderatostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „schnell, in gemäßigtem Tempo“. Damit bildet Allegro moderato eine von vielen Tempoabstufungen von allegro.
amabilestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „lieblich“ oder „zärtlich“. Es wird schwach, gefühlvoll gespielt.
andantinostammt aus dem Italienischen und bildet eine Verkleinerungsfrom von Andante (gehend, schreitend). Es wird etwas schneller als andante gespielt.
andantestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „gehend“ oder „schreitend“. Es wird ein Tempo zwischen adagio und alegretto vorgeschrieben
animato / animandostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „lebhaft“ oder „belebt“. Es wird lebhaft gespielt.
Ariestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „Weise“ oder „Luft“. Eine Arie stellt ein solo Gesangsstück dar, welches von Instrumenten bzw. einem Orchester begleitet wird. Ein berühmtes Beispiel bildet die Arie der Pamina aus Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte " Ach, ich fühl´s, es ist verschwunden."
assaiStammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „sehr“. Je nach davor gesetzetzter Vortragsanweisung, kann es also zum Beispiel sehr schnell (allegro assai) sein.
Augmentationbeschreibt die Vergrößerung des Zeitwertes einer Notenfolge. In der Anwendung bedeutet dies, dass eine Note um ihren eigenen Wert verlängert wird. Aus einer viertel Note wird eine halbe - aus einer halben Note eine ganze.
B
C
calandostammt aus dem Italienischen (calare) und bedeutet übersetzt „abnehmen“ oder „versinken“. Das Tempo und die Lautstärke nehmen nach und nach ab.
con espressionestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „mit Ausdruck“. Es wird ausdrucksvoll gespielt.
con motostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „mit Bewegung“. Das Stück ist mir bewegtem Ausdruck zu spielen.
contabile / cantandostammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „gesanglich“. Die Melodie des Instrumentalstücks soll vom Spieler so interpretiert werden, wie ein Sänger die Melodie von Liedern gestaltet
crescendo (cresc.)stammt aus dem Italienischen (crescere) und bedeutet übersetzt „anwachsen“. Die Lautstärke wird nach und nach gesteigert. Somit bildet crescendo das Gegenteil von decrescendo.
D
da capo al fine (d.c. al fine)Stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „von vorne bis zum Ende“. Das Stück wird noch einmal von Anfang an wiederholt und erst jetzt bis zum Ende gespielt.
decrescendo (decresc.)stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „schrumpfend“. Die Lautstärke nimmt nach und nach ab. Somit bildet decrescendo das Gegenteil von crescendo und ein Synonym für diminuendo.
diminuendo (dim.)stammt aus dem Lateinischen (diminuere) und bedeutet übersetzt „verkleinern“. Die Lautstärke nimmt nach und nach ab. Somit bildet diminuendo das Gegenteil von decrescendo und ein Synonym für decrescendo.
dolcestammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „süß“ oder „zart“. Das Stück wird mit zartem und innigem Ausdruck vorgetragen.
Durstammt aus dem Lateinischen (durus) und bedeutet übersetzt „hart“. Dur (oder auch major) bezeichnet ein helles, hartes Tongeschlecht, welches sich durch eine große Terz im Grunddreiklang auszeichnet. Hierbei bestimmt er erste Ton der Tonleiter ihren Namen (zb. D-Dur). Hier erfährst du mehr über die Dur-Tonleiter. Ein Beispiel für ein Stück ist Mozarts Minuet in G-Dur, K 1 1e.
Dynamikbeschreibt die Lehre von Tonstärken. Hier wird zwischen Stufen (also gleichmäßigen Lautstärken), Übergängen (also einer schwebenden Veränderung der Lautstärke) und Akzenten (also plötzliche / abgehackte Veränderungen der Lautstärke) unterschieden.
E
Ecossaisebeschreibt einen im schnellen Dreiertakt (deswegen auch „Schottischer Walzer“ genannt“) gespielten schottischen Rundtanz. Ein Beispiel bildet Ludwig van Beethovens Ecossaise in G-Moll, WoO 23
espressivo (espr.)stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „ausdrucksvoll“. Das Stück soll besonders ausdrucksvoll gespielt werden.
Etüdestammt aus dem Franzsönischen (étude) und bedeutet übersetzt „Studie“. Eine Etüde hat also ursprünglich den Zweck des Studierens, also der Verbesserung der eigenen Fertigkeiten auf dem Instrument. Somit sind Etüden anspruchsvoll und behandeln ein Hauptthema, dass zum Beispiel die Stärkung der einzelnen Finger sein kann. Frédéric Chopin´s Etüde Op. 10, Nr. 2 dient zum Beispiel der Stärkung des Mittel- Ring- und kleinen Fingers der rechten Hand.
F
forte (f)stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „laut“ oder „kräftig“. Es wird laut gespielt.
fortissimo (ff)stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „sehr laut“. Es wird sehr laut (lauter als forte) gespielt.
FugeStammt aus dem Italienischen (fuga) und bedeutet übersetzt „Flucht“. Dieses Kompositionsprinzip sieht eine polyphone Mehrstimmigkeit vor. Dabei wird ein bestimmtes Thema in unterschiedlichen Stimmen an unterschiedlichen Stellen im Stück wiederholt. Ein Beispiel bildet die Große Fuge, Op. 133 von Ludwig van Beethoven.

G